franz grabmayr
Pfaffnberg/ Kärnten 1927- 2015 Wien
Pastoser Farbauftrag in mehreren Schichten, der Einsatz von breiten Pinseln und eine dynamische wilde Maltechnik zeichnen den Künstler Franz Grabmayr aus. Er schaffte es, die Schwerkraft der aufgetragenen Farbmassen zu bändigen und bewegte sich dabei an den Grenzen des Möglichen. Seine Farben mischte der Künstler selbst an und fügte oft auch Stroh, Sand oder Asche hinzu. Diese experimentellen Farbmischungen waren für ihn eine Erweiterung der persönlichen Malsprache. Ungeachtet anderer Kunstströmungen blieb er der Faszination für Materialität treu und wurde zu einem der herausragendsten Materialkünstler seiner Zeit. Er studierte die Natur und ließ sich von Felsen, Wurzelstöcken, Sandgruben und Strohballen inspirieren, welche er anschließend auch malerisch umsetzte.
Es scheint beinahe so, als würde von diesen Motiven im Werk nichts ersichtlich ein, jedoch täuscht dieser Eindruck. Es wohnen genau jene natürlichen Eigenschaften, Energien, Farbtemperaturen, jene erdige Kälte oder luftige Leichtigkeit inne, welche in Form von Koloristik und (Nach)Bearbeitung des Materials ihren Ausdruck finden. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Malereiklasse von Robin Christian Anderson und war seit 1962 bis zu seinem Lebensende als erfolgreicher freischaffender Künstler tätig.
Franz Grabmayr
Ohne Titel, 1989
91 x 116 cm
Öl auf Leinwand
rückseitig signiert und datiert