Arnulf Rainer
Wien 1929 – 2025 Wien
Arnulf Rainer wurde 1929 in Baden bei Wien geboren. Er besuchte die Hochschule für Graphik an der Akademie für angewandte Kunst und die Malereiklasse der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Aufgrund von künstlerischen Meinungsverschiedenheiten verließ er beide Institutionen innerhalb einer Woche. Vom Phantastischen Realismus beeinflusst, gründete er mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Arik Brauer, Wolfgang Hollegha und Josef Mikl in den 50iger Jahren die „Hundsgruppe“. Nach der Ausstellungseröffnung dieses Kollektivs, wendete er sich von der Phantastik ab und schaffte Platz für neue künstlerische Wege.
Sein Weg
führte immer mehr zu abstrakten Bildformen: Blindmalerei, „Mikrostrukturen“, „Atomisationen“ und die sich daraus entwickelten sehr reduzierten Zentral- und Vertikalgestaltungen. Es folgten seine bekannten Be- und Übermalungen. Sein künstlerischer Ausdruck entwickelte sich laufend weiter. Er band Film und Video in sein künstlerisches Tun mit ein, malte mit Händen und Füßen und es kam zu einer Mischform von schauspielerischen und graphischen Ausdrucksmedium.
Der Künstler erfreut sich internationaler Beliebtheit und war unter anderem 1971 Teil der Biennale von Sao Paulo, 1978 auf der Biennale von Venedig und der Documenta in den Jahren 1972, 1977 und 1982.
Arnulf Rainer erhielt 1966 den österreichischen Staatspreis für Graphik, 1978 den großen Österreichischen Staatspreis im Gebiet der Bildenden Kunst und bekam 1981 den Professorentitel der Akademie der bildenden Künste in Wien. 2003 erhielt er den Rhenus-Kunstpreis für sein Gesamtwerk und 2004 den Ehrendoktortitel von der katholischen Fakultät der Universität Münster. 2006 folgte das Ehrendoktorat der Theologie von der Katholischen-Theologischen Privatuniversität Linz. Eine besondere Auszeichnung war der Aragón-Goya Preis für sein Lebenswerk, da er zum ersten Mal an einen nicht spanischen Künstler verliehen wurde. 2009 wird ihm ein eigenes Museum in Baden bei Wien gewidmet. 2015 folgte von Kulturminister Josef Ostermayer das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse“.
Arnulf Rainer
Kreuzübermalung, 1987-1988
164 x 103 cm
Öl auf Holz
Im Original-Künstlerrahmen
Arnulf Rainer
Ohne Titel, 1982
47 x 60,6 cm
Mischtechnik auf Fotografie
signiert unten links
Arnulf Rainer
Ohne Titel, 1986
51 x 73 cm
Mischtechnik auf Schoellershammer-Zeichenplatte auf Holz montiert
monogrammiert unten rechts
Arnulf Rainer
Face Farces
48 x 41 cm
Foto
signiert