Rudolf von Alt

Wien 1812 – 1905 Wien

Rudolf von Alt wurde 1812 in der Vorstadt Alsergrund in Wien geboren. Er war Sohn des Malers Jakob Alt. Er war mit seinem Vater viel auf Reisen und kam bereits im Kindesalter mit der Malerei in Berührung. 1824 fing er selbst zu malen an. Er studierte an der Historischen Schule der Wiener Akademie bei Joseph Mößmer. Er war Mitglied der Bürgergarde (1848), der Akademie der Bildenden Künste und der Berliner Kunstakademie (1874).

Seine Vorliebe

waren Aquarelle mit Wienbezug. Wiener Straßen, Gassen und Plätze hielt er in seinen Werken wirklichkeitsgetreu fest. Ein für ihn besonderes Motiv war der Stephansdom, welchem er über hundert Bilder widmete.

Sein Gesamtwerk ist daher nicht nur von künstlerischer Qualität, sondern weist zudem einen hohen topographischen Wert auf. Er perfektionierte die Darstellung von Licht- und Luftstimmungen im Bild und war ein herausragender Lithograph.

Ihm wurde unter anderem 1875 der Reichelpreis der Akademie, 1877 die Erzherzog-Carl-Ludwig-Medaille und 1894 die große goldene Staatsmedaille verliehen. Zudem zählt er zu den Gründungsmitgliedern der Wiener Secession (1897).